Delphi-Entwicklung · Delphi 1 bis 13 · VCL und FireMonkey

Delphi-Entwicklung und Migration bestehender Anwendungen

Wir halten Delphi-Anwendungen am Laufen, bauen sie aus und bringen sie auf Delphi 12 oder 13: von Delphi 7 oder 2007 über die Umstellung auf Unicode und 64 Bit bis zur Ablösung der BDE. Wir arbeiten seit 1996 mit Delphi, auch dann, wenn der ursprüngliche Entwickler nicht mehr greifbar ist.

Leistungen

Was wir für Ihre Delphi-Anwendung tun

Ob einzelne Fehlerbehebung oder Umstieg auf die aktuelle Version: Wir steigen dort ein, wo Ihre Anwendung gerade steht.

01

Wartung und Fehlerbehebung

Fehler finden und beheben, Abstürze analysieren, die Anwendung an neue Windows-Versionen anpassen. Auch in fremdem Code und ohne den ursprünglichen Entwickler.

  • Fehleranalyse
  • Bestandscode
  • Windows 11
02

Neue Funktionen

Bestehende Anwendungen um Module, Berichte, Schnittstellen oder Datenbankfunktionen erweitern, passend zur vorhandenen Architektur.

  • Erweiterung
  • Schnittstellen / APIs
  • Berichte
03

Migration auf Delphi 12 oder 13

Von Delphi 5, 7, 2007 oder einer XE-Version auf den aktuellen Stand: das Projekt in der neuen Version übersetzbar machen, Komponenten ersetzen, Warnungen abarbeiten und das Verhalten absichern.

  • Delphi 7 → 13
  • Versionsupgrade
  • Komponenten
04

Unicode und 64 Bit

Seit Delphi 2009 sind Zeichenketten Unicode, seit Delphi XE2 gibt es 64 Bit. Wir finden die Stellen, an denen sich das Verhalten dadurch ändert, und stellen sie gezielt um.

  • Unicode
  • Win64
  • Zeiger und Puffer
05

Datenbankzugriff modernisieren

Die BDE und Paradox-Tabellen ablösen, den Zugriff auf FireDAC umstellen und die Daten auf einen aktuellen Datenbankserver wie MS SQL Server, Oracle oder MySQL übernehmen.

  • BDE → FireDAC
  • Datenmigration
  • MS SQL Server
06

Verstärkung für Ihr Delphi-Team

Projektweise Mitarbeit in Ihrem Team, remote aus Raesfeld, wenn Ihnen für Wartung, Migration oder ein neues Modul Delphi-Erfahrung fehlt.

  • Remote
  • Projektweise
  • Im bestehenden Team

Von Ihrer Version zu Delphi 13

Was zwischen Ihrer Version und heute liegt

Der Aufwand hängt vor allem davon ab, von welcher Version Sie kommen. Eine erste Orientierung:

AusgangsversionWas typischerweise zu tun ist
Delphi 116-Bit-Programme starten unter 64-Bit-Windows nicht mehr. Die Fachlogik lässt sich meist übernehmen, Oberfläche und Systemaufrufe werden neu aufgebaut.
Delphi 2 bis 2007Die Umstellung auf Unicode ist der größte Schritt. Dazu kommen Komponenten ohne aktuelle Version und oft die BDE, die seit Delphi XE7 nicht mehr mitgeliefert wird.
Delphi 2009 bis XEUnicode ist erledigt. Es bleiben aktuelle Komponenten und auf Wunsch die Umstellung auf 64 Bit.
Delphi XE2 bis 10.4Meist überschaubar: aktuelle Komponenten, saubere Darstellung auf hochauflösenden Bildschirmen und neue Compiler-Warnungen.
Delphi 11 und 12In der Regel ein kleiner Schritt: neu übersetzen, Komponenten aktualisieren, testen.

Aus der Praxis

Zwei Stellen, an denen Migrationen scheitern

Beide Beispiele lassen sich in der neuen Version übersetzen und verhalten sich trotzdem anders als vorher. Genau solche Stellen suchen wir vor der Umstellung gezielt im Quellcode.

Zeichenketten als Bytes

In Delphi 7 war ein Zeichen ein Byte. Ab Delphi 2009 ist ein Zeichen zwei Byte groß (UTF-16). Der alte Code lässt sich weiter übersetzen, kopiert aber nur die erste Hälfte der Zeichenkette, und das mit Nullbytes dazwischen. Betroffen sind Dateien, Schnittstellen, Prüfsummen und Verschlüsselung.

Delphi 7 → Delphi 13
// vorher: ein Zeichen = ein Byte
SetLength(Puffer, Length(S));
Move(S[1], Puffer[0], Length(S));

// nachher: Kodierung festlegen
Puffer := TEncoding.ANSI.GetBytes(S);
// oder TEncoding.UTF8, je nach Gegenstelle

Zeiger in Ganzzahlen

Unter 64 Bit ist ein Zeiger acht Byte groß, ein Integer bleibt bei vier. Wer ein Objekt in einem Integer ablegt, verliert die obere Hälfte der Adresse. Der Fehler zeigt sich erst zur Laufzeit, oft als Zugriffsverletzung an ganz anderer Stelle.

32 Bit → 64 Bit
// vorher: Objekt im Tag merken
KundeEdit.Tag := Integer(Kunde);
Kunde := TKunde(KundeEdit.Tag);

// nachher: NativeInt passt zum Zeiger
KundeEdit.Tag := NativeInt(Kunde);
Kunde := TKunde(KundeEdit.Tag);

Vorgehen

Schrittweise migrieren, ohne den Betrieb zu gefährden

Ihre Anwendung läuft weiter, bis die neue Fassung nachweislich dasselbe tut.

01

Sichtung des Quellcodes

Version, Komponenten, Datenbankzugriff und die für Unicode und 64 Bit kritischen Stellen erfassen. Ergebnis: eine Aufwandsschätzung mit Risiken und Reihenfolge.

02

Übersetzbar machen

Das Projekt in der Zielversion übersetzen, Komponenten ersetzen oder aktualisieren, Fehler und Warnungen abarbeiten.

03

Verhalten absichern

Alte und neue Fassung mit echten Daten vergleichen: Berechnungen, Berichte, Dateien und Schnittstellen. Als ISTQB Certified Tester planen wir diese Tests systematisch.

04

Umstellung und Begleitung

Einführung nach Ihrem Zeitplan, auf Wunsch mit Parallelbetrieb. Danach übernehmen wir Wartung und Weiterentwicklung.

Warum NordZentrum

Seit 1996 mit Delphi

Alle Versionen aus eigener Praxis

Von Delphi 1 bis Delphi 13, mit VCL und FireMonkey. Wir kennen die Eigenheiten der alten Versionen, weil wir mit ihnen gearbeitet haben.

Fremder Code ist kein Hindernis

Kein Originalentwickler mehr greifbar? Wir arbeiten uns in gewachsenen Code ein, dokumentieren ihn und bauen verlässlich darauf auf.

Getestet, nicht nur übersetzt

Als ISTQB Certified Tester prüfen wir, ob die neue Fassung dasselbe tut wie die alte, bevor sie in Betrieb geht.

KI als Werkzeug

Mit Claude Code lesen und dokumentieren wir großen Bestandscode schneller und finden kritische Stellen gezielter. Jede Änderung prüfen und verantworten wir selbst.

Alle Leistungen von NordZentrum →  ·  KI-Beratung und KI-Automatisierung →

Häufige Fragen

Fragen zur Delphi-Entwicklung und Migration

Sollten wir unsere Delphi-Anwendung neu schreiben oder migrieren?

Meist ist die schrittweise Migration günstiger und sicherer, weil die über Jahre gewachsene Fachlogik erhalten bleibt und die Anwendung währenddessen weiterläuft. Eine Neuentwicklung lohnt sich eher, wenn sich die Anforderungen grundlegend geändert haben. Nach der Sichtung des Quellcodes können wir beide Wege belastbar vergleichen.

Wie lange dauert eine Migration von Delphi 7 auf Delphi 13?

Das hängt vor allem vom Umfang des Codes, von den eingesetzten Komponenten und davon ab, wie oft Zeichenketten als Bytes behandelt werden. Nach der Sichtung erhalten Sie eine Aufwandsschätzung mit den einzelnen Schritten.

Was passiert mit Komponenten von Drittanbietern?

Für viele verbreitete Komponenten gibt es aktuelle Versionen. Wo ein Anbieter nicht mehr existiert oder der Quellcode fehlt, ersetzen wir die Komponente durch eine gepflegte Alternative oder durch eigenen Code.

Unsere Anwendung nutzt noch die BDE. Ist das ein Problem?

Die BDE wird seit Delphi XE7 nicht mehr mitgeliefert und nicht mehr unterstützt. Wir stellen den Datenzugriff auf FireDAC um und übernehmen die Daten, etwa aus Paradox-Tabellen, in eine aktuelle Datenbank.

Muss unsere Anwendung auf 64 Bit umgestellt werden?

Nicht zwingend: 32-Bit-Anwendungen laufen auch unter 64-Bit-Windows 11. Die Umstellung lohnt sich vor allem, wenn die Anwendung viel Arbeitsspeicher braucht oder 64-Bit-Bibliotheken (DLLs) und Datenbanktreiber einbinden muss.

Kann unsere Anwendung auch auf dem Mac oder dem Smartphone laufen?

Die VCL ist auf Windows beschränkt. Mit FireMonkey laufen Delphi-Anwendungen auch unter macOS, iOS und Android. Dafür wird die Oberfläche neu aufgebaut, die Fachlogik lässt sich meist übernehmen.

Arbeiten Sie auch in unserem Team mit?

Ja, projektweise und remote. Im Kreis Borken und im Kreis Wesel sind Termine vor Ort nach Absprache möglich.

Kontakt

Erzählen Sie uns von Ihrer Delphi-Anwendung

Delphi-Version, ungefährer Umfang und was sich ändern soll, reichen für den Anfang. Die erste Einschätzung ist unverbindlich.

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